Französische Autorenlesung am 18.9.2020 mit Wilfried N'Sondé


Der französische Autor Wilfried N’Sondé war am 18.9.2020 in Begleitung von Monsieur Babin, dem Leiter des dt.-frz. Kulturzentrums Essen, an der B.M.V. zu Gast. Ausgangspunkt der Begegnung mit dem Französisch LK Q2 war eine Diskussion über sein Buch «aigre doux», welches auch zur diesjährigen Auswahl des Prix des lycéens allemands gehört. Die Frage des Buches, immer auf seine Herkunft reduziert zu werden, leitete über zu den Ansichten des Autors zu Toleranz und Diversität (Hautfarbe, Religion, Aussehen, etc.) in seinen anderen Werken. Er veranschaulichte in Beispielen aus seinen Büchern als auch aus seinem Leben wie sich Diskriminierung im Alltag auswirken kann und riss die Jugendlichen in seiner begeisternden Art mit, sich intensiv für ein Miteinander einzusetzen und ihre Wege zur Identitätsfindung nicht von anderen bestimmen zu lassen. Abschließend las er einige Seiten aus «aigre doux» vor.

Exkursion in die belgische Hauptstadt


Im Zuge der diesjährigen Projektwoche hat sich der Französisch-GK der Q1 von Frau Mircea dazu entschlossen, am 9.7.2019 eine eintägige Exkursion nach Brüssel zu unternehmen, um verschiedene Kunstwerke der Streetart- und Comic-Szene genauer unter die Lupe zu nehmen. Begleitet und unterstützt wurden wir hierbei von Frau Hengsbach. Bereits vor unserem Ausflug bereiteten wir uns intensiv auf das Thema vor, so stellten die vielseitigen, interkulturellen Einflüsse auf die moderne Haupstadt einen zentralen Gegenstand des Unterrichts dar. Darüber hinaus besuchten wir das Institut français in Essen, wo uns M. Babin der „9e art“ (Comics) in der frankophonen Welt näher gebracht hat.
 

In Brüssel haben wir neben den auf Hausfassaden präsentierten Comic-Klassikern, wie den Schlümpfen, Tintin oder Lucky Luke, das Europaviertel besichtigt, um auch einen Eindruck von der europäischen Hauptstadt zu erhalten.
Zurück in der Schule haben wir beide Elemente miteinander kombiniert und Hilfe einer Software die Comic-Figuren mit europäischen Themen verknüpft.
Trotz des kurzen Aufenthalts in Brüssel und der anfangs recht mühseligen Einarbeitung in das Bearbeitungsprogramm hatten alle viel Spaß in dem Projekt und wir waren uns einig, dass Brüssel eine Reise wert ist, denn die Stadt ist sehr viel mehr als nur „les frites“, „les gaufres“ oder das Manneken Pis.
 



Prix des lycéens allemands 2019

Der Q1- Grundkurs von Frau Mircea hatte sich Ende letzten Jahres dazu entschlossen, an dem Wettbewerb teilzunehmen und hat sich nun erfolgreich durch die vorgegebenen Lektüren gearbeitet. Gruppenteilig haben die Schülerinnen folgende Bücher analysiert und bewertet: 

• „Une fille de…“ von Jo Witek: Hanna ist Tochter einer ukrainischen Prostituierten und findet im Laufen eine Möglichkeit mit der ihr entgegengebrachten Demütigung und ihrem Schmerz umzugehen.
 
• „Un détective très très très spécial » von Romain Puértolas : Gaspard, der unter dem Down-Syndrom leidet, wird von einem Privatdetektivbüro engagiert, um mit Hilfe seines außergewöhnlichen Geruchssinns einen mysteriösen Mord in einem Behindertenheim aufzudecken. 

• „La mauraude“ von Ahmed Kalouaz: Der Jugendliche Théo sucht in Grenoble nach seinem verschwundenen Vater. Auf der Straße tritt er in Kontakt mit verschiedenen Obdachlosen, die ihm auf der Suche helfen und dem Jungen von ihrem Schicksal erzählen. 

• „Dans la forêt de Hakkaido“ von Eric Pessan : Sobald Julie einschläft, wird sie im Wald der japanischen Insel Hakkaido wach und findet sich im Körper eines 7-jährigen Jungen wieder, der von seinen Eltern verlassen wurde. 

Unser Kurs entschied sich mehrheitlich für das Buch „Un détective très très très spécial“, das uns aufgrund seiner humorvollen und spannenden Geschichte, aber auch wegen des unerwarteten Endes sehr überzeugte.
Am 21.02.2019 wird sich die Landesjury der teilnehmenden Schulen NRWs im Institut Français in Düsseldorf treffen, um über die Bücher zu diskutieren und den Siegertitel sowie den Delegierten für NRW zu wählen. Die bundesweite Jury findet am 21.03.2019 im Institut Français in Leipzig statt, einen Tag später ist die Preisverleihung auf der Leipziger Buchmesse vorgesehen. 



Kooperation mit der Universität Duisburg-Essen - Zur Bedeutung der Lehrbucharbeit


Mitte Januar besuchte das Fachdidaktik-Hauptseminar von Mme Dr. Vacher die Schülerinnen des Grundkurses Q1 von Frau Mircea.
Die Studenten hatten bereits in ihrem Seminar einen Fragenkatalog zu der Arbeit mit dem Lehrbuch im Französischunterricht erarbeitet, zu dem unsere Schülerinnen interviewt wurden. Es ging den Studenten vor allem darum, herauszufinden, welchen Stellenwert das Lehrbuch für die Schülerinnen einnimmt. In diesem Kontext wurden die Lernerinnen beispielsweise gefragt, wie sie in der Mittelstufe mit dem Buch und den Inhalten umgegangen sind, welchen Mehrwert ihnen die Lehrbucharbeit gebracht hat und welche Vor- und Nachteile der Oberstufenunterricht ohne Lehrbuch mit sich bringt. Die Ergebnisse der Umfrage werden die Studenten bis zum Seminarende auswerten.
Im Anschluss stellten uns die Studenten die Stadt Lüttich (frz. Liège) vor, die unsere Schülerinnen auf interaktive Weise kennenlernen konnten. Da „Belgien“ ab diesem Schuljahr ein neues Abiturthema darstellt, konnten wir als Einstieg in die neue Reihe sehr von den Informationen und Tipps der Studenten profitieren.
Wir bedanken uns herzlich bei Mme Dr. Vacher und ihrem Haupseminar für die nette Kooperation und freuen uns schon auf den nächsten Besuch.


Austausch mit Lyon

Lyon

Der diesjährige Austausch mit unserer Partnerschule, der Ombrosa-Schule in Lyon, ist zu Ende gegangen. Für 3 Wochen haben 6 unserer Schülerinnen und Schüler der Klassen 6-8 ihre französischen Austauschkinder aufgenommen, um sie am deutschen Schulalltag teilhaben zu lassen. Der Rückbesuch ist bereits in Planung!

Auf nach Paris!

Eigentlich Wahnsinn, aber ein unvergessliches Erlebnis!

73 Französisch-Schülerinnen und -Schüler des 8. Jahrgangs und sechs Lehrer/-innen fuhren für einen Tag nach Paris. Start kurz vor Mitternacht mit dem Reisebus, Ankunft in Paris um 7:30 Uhr und dann in Gruppen je nach Klasse einen Tag Abenteuer in Paris erleben. Wir besichtigten die touristischen Highlights: Eiffelturm, Champs-Elysées, Kathedrale Notre-Dame, Sacré –Coeur und Montmartre, das Centre Pompidou etc. und zählten ca. 28 km zu Fuß und 5 Métrofahrten. Gemeinsam beendeten wir den Tag mit einer Fahrt über die Seine und dem Panorama der Stadt bei Nacht. Die Abfahrt war dann um 22:30 Uhr. Hier einige Eindrücke:
Eiffelturm_

G1

G2

G3

G4

Dass alle auf der Rückfahrt sofort einschliefen und alle am Samstag noch Schlafbedarf hatten, versteht sich von selbst.

C’est nice à Nice - Der LK 1 Französisch macht Nizza unsicher.

Foto 5Nizza! Die Stadt der Schönen und Reichen! Hier hat der Französisch LK, unter der Leitung von Frau Gerleve (die sich Frau Grünewald als Verstärkung heranzog), 6 ereignisreiche Tage verbracht. Da wir nur 9 Leute, mit unseren beiden Bodyguards (Frau Gerleve und Frau Grünewald) 11 waren, waren wir wie eine große „Familie“, eine große Familie mit den gleichen T-Shirts, die alle Aufmerksamkeit auf sich zog. Die T-Shirtaufschrift stellte jedoch gleichzeitig einen Intelligenztest für die meisten Franzosen dar, da diese “C’est nice à Nice“ nicht richtig aussprechen konnten.
Täglich stand ein straffes Programm auf dem wohldurchdachten und super-präzise ausgearbeiteten Tagesplan von Bodyguard Frau Gerleve. So wurden 5 Städte (St. Paul de Vence, Nizza, Antibes, Cannes und Monaco) in nur 4 Besichtigungstagen erkundet. Jeden Morgen aßen wir dafür Baguettes zur Stärkung; mein Gott! Bestimmt hat noch keine von uns jemals zuvor solche Mengen an Baguette verputzt wie auf dieser Kursfahrt. Aber, wie sagen doch die Franzosen gleich noch? Ach ja! C’est la vie! Man muss sich ja schließlich dem französischen Lebensstil anpassen, wenn man als LK-lerin im Land der LK-Sprache ist.
Zum Frühstück sowie zum Abendessen versammelte sich die ganze glückliche Familie täglich im 5er Appartement, welches stets freundlich Geschirr und Esstisch zur Verfügung stellte. Trotz der anstrengenden Wanderungen verloren wir nie die gute Laune, was wir letztendlich auch unserem Motivationsruf „GENAU!“ (Növerisch auszusprechen) verdankten. So war auch Frau Növer, zumindest ein Stück weit, mit von der Partie.
Eines Tages mussten wir (aufgrund von Frau Gerleves Beschluss) illegalerweise über einen Maschendrahtzaun klettern, um zum „Fort Carré“ (einer Aussichtsfestung) zu gelangen. Unsere Bodyguards dienten als Modelle.  So lernten wir an diesem Tag auch noch etwas: „Wie klettere ich galant über einen Zaun?“. An einem Tag kamen wir, nach fast einer Stunde Wartezeit, in den Genuss einer Stadtführung durch Nizza. Zwar war unser Stadtführer ein „wenig“ verplant, da er eine Seniorengruppe erwartete und zunächst verstrahlt an uns vorbeischritt. Ein weiterer Kritikpunkt an seiner Person war, dass er sich erdreistete, sein Bonbonpapier (bewusst) auf den Boden fallen zu lassen, während er genüsslich das Bonbon verspeiste. Foto 7 Eines Abends, als wir eigentlich alle schon zu ungewohnt früher Stunde zu Bett gehen wollten, da wir wortwörtlich „am Ende“ waren, hörte das 4er Appartement ein seltsames Geräusch. Natürlich wollten alle sofort in Erfahrung bringen, woher diese störenden Geräusche kamen. Also ging es, nur im Schlafanzug bekleidet, los mit der Suche. Das Piepen, dessen Ursprung man zunächst bei der Sicherheitsschranke vermutete, erwies sich jedoch als Feueralarm. Die Spürnasen des 4er Appartements stürmten, sobald sie dies in Erfahrung gebracht hatten, sofort zu den Bodyguards und zum 5er Appartement, um alle Beteiligten der „Kursfahrt 2009 nach Nizza“ zu retten. In den unglaublich schönen Nachtoutfits (Snoopy-Boxershorts kombiniert mit T-Shirts), die farblich einen absoluten Anblick des Grauens darstellten, versammelte man sich im Innenhof der Hotelanlage, um abzuwarten. Der Feueralarm stellte sich jedoch als „Fake“ heraus, so dass wir alle wieder (leicht genervt und dennoch erleichtert) in unsere Betten fielen.
Tja, man muss schon sagen, wir waren echt eine Attraktion mit unseren Kursfahrtshirts und wurden auch so ziemlich überall typisch französisch (sprich: gastfreundlich) empfangen. Wer uns jedoch überhaupt nicht gut gesonnen war: die Busfahrer! Genauer gesagt fuhren sie ziemlich oft an uns vorbei mit der Begründung „complet“, damit wir erst gar nicht versuchten den Bus zu betreten. Selbstverständlich waren die Busse niemals wirklich „complet“ (zumindest nicht für deutsche Verhältnisse). Generell betrachtet, waren die „Reisen“ mit den öffentlichen Verkehrsmitteln eigentlich immer ein Abenteuer. So durften wir einmal beispielsweise 90 Minuten auf einen Bus warten. (Das zum Thema französische Pünktlichkeit)
Was wir erst später, durch intensives Ausfragen der mitwartenden Franzosen, in Erfahrung bringen konnten: Wir wurden Opfer eines Streiks! Auch am Abreisetag mussten wir Blut und Wasser schwitzen, weil wieder einmal die „freundlichen“ Busfahrer mit der Ausrede „complet“ vorbeirasten. Selbst Frau Grünewald, die eigentlich immer die „Ruhe selbst“ war, ließ sich nun von Frau Gerleves Aufgebrachtheit anstecken und geriet, zusammen mit dem Rest der Großfamilie, auch leicht in Panik. In allerletzter Minute, als Bodyguard Frau Grünewald gerade ihr pinkfarbenes Handy zückte, um ein Taxi zu rufen, hielt ein nicht „complet“er Bus vor uns, dessen Fahrer auch noch so nett war, unsere Koffer im Kofferraum des Busses zu verstauen. Auf der Fahrt zum Flughafen konnten wir dann endlich noch einmal entspannen und an die letzten turbulenten, aber dennoch schönen sonnigen Tage in Nizza zurückdenken. Immerhin hatten wir trotz der vielen Ausflüge und „Zwangs-Futter-Einkäufe“ dennoch genug Zeit, in der französischen Sonne zu brutzeln und ab und an auch mal unseren Pool auszuprobieren.  Es war eine tolle Kursfahrt - egal, ob wir die neueste Erfindung (Essig-Deo) entdeckt oder die poissons im Riesepool (Monaco) beobachtet haben.
Insgesamt kann man also festhalten: „C’était nice à Nice“ !!!!
Selbstverständlich existiert auch genügend Filmmaterial, welches unsere Berichterstattung der Kursfahrt bezeugen kann. Dieses ist jedoch nur für private und kursinterne Zwecke vorgesehen, da wir alle der festen Überzeugung sind, dass manche Sprüche auf dem Video nicht für sensible Ohren geeignet sind. Wir bitten um Ihr Verständnis. 
Herzlichst Ihr Französisch LK
Foto 8Zur Bildergalerie