Außerschulische Lernorte

Außerschulische Lernorte sind im Geschichtsunterricht sowohl der Sekundarstufe I als auch der Sekundarstufe II ein wichtiger Bestandteil der unterrichtlichen Arbeit. Museen, Gedenkstätten und themenspezifische Veranstaltungen und Workshops ermöglichen sowohl neue kognitive als auch emotionale Erfahrungen und motivieren in vielfältiger Weise für den Unterricht in den jeweiligen Jahrgangsstufen.


Fester Betandteil unseres schulinternen Curriculums sind daher die Exkursionen in den Archäologischen Park Xanten (Klasse 7) und das Haus der Geschichte in Bonn (Klasse 10). Hier wird das erlernte Wissen vertieft und völlig neue Eindrücke gewonnen, die weit über die Erfahrungen aus dem Unterricht hinausgehen.

Zuletzt besonders in Erinnerung geblieben sind die Besuche dreier Zeitzeug*innen Ende 2019. Der November stand damals auch an der B.M.V. im Zeichen der Erinnerungskultur. Bei zwei Veranstaltungen erhielten die Schülerinnen und Schüler der höheren Jahrgänge Einblicke in das Alltagsleben in der DDR und als jüdisches Kind im Nationalsozialismus. 


Am 8. November berichteten Gerd Keil und Manuela Keilholz auf eindrucksvolle Weise aus ihren ganz unterschiedlichen DDR Biografien: der eine als politisch Inhaftierter, die andere als Kind eines überzeugten SED-Funktionärs.

 
Eine Woche später hatten wir erneut die Ehre, Ruth Weiss, mittlerweile 95 Jahre alt, an unserer Schule begrüßen zu dürfen. Sie beschrieb auf beeindruckende Weise, wie der Nationalsozialismus ihr Leben als jüdisches Kind in Deutschland veränderte und wie sie nach der Emigration ihr Leben in dem Apartheid-Regime Südafrikas wahrnahm. Im Anschluss beantwortete sie ausführlich die Fragen der interessierten Zuhörerschaft und freute sich über die große Resonanz bei ihrem Besuch.
Einen Schülerinnenbericht zu diesem Besuch finden Sie hier.