Der Erwerb des Latinums

Der Nachweis des Latinums wird an den Universitäten in zahlreichen Fächern gefordert, und zwar sowohl in Studiengängen, die mit einem Staatsexamen abschließen, wie auch bei hochschulinternen Prüfungen (Bachelor und Master, Promotion).

An den Universitäten in Nordrhein-Westfalen und den übrigen Bundesländern gelten hinsichtlich des Latinums unterschiedliche Bedingungen. In der Regel können über die Homepages der jeweiligen Universitäten die konkreten Bedingungen abgefragt werden. 

Die folgenden Angaben beziehen sich bereits auf die zwölf Jahre dauernde Schulzeit (G8).

Das Latinum kann an der B.M.V.-Schule erworben werden

• bei Lateinbeginn in der Klasse 5 am Ende der Klasse 9

• bei Lateinbeginn in der Klasse 6 am Ende der Einführungsphase (am Ende der Klasse 10).

Das Latinum gilt als bestanden, wenn die Zeugnisnote des Abschlusshalbjahres mindestens ausreichend ist.

Sonderregelungen bei

• nicht ausreichender Leistung am Ende der Klasse 10

• Vorversetzung

• Beurlaubung wegen eines Auslandsaufenthaltes

In allen drei Fällen kann das Latinum trotzdem noch erworben werden, nämlich:

• über die Teilnahme am Lateinunterricht im Abschlusskurs der Einführungsphase (10.2) oder in der Qualifikationsphase (11.2). Auch unter diesen Voraussetzungen gilt das Latinum als bestanden, wenn die Zeugnisnote des Abschlusshalbjahres mindestens ausreichend ist. 
• über eine Prüfung gemäß den Anforderungen für eine „Erweiterungsprüfung zum Abiturzeugnis“ (RdErl. vom 2.4.1985, BASS 19-33 Nr. 3).Die Prüflinge werden von der  Schulleitung spätestens bis zum  1. Februar  des Schuljahres, in dem die Prüfung stattfindet, bei der oberen Schulaufsichtsbehörde angemeldet. Die Prüfung umfasst eine dreistündige Klausur und eine mündliche Prüfung im Umfang von 15 bis 20 Minuten. Die Aufgaben der schriftlichen Prüfung werden landeseinheitlich zentral gestellt und von einer Fachlehrkraft der Schule korrigiert und bewertet. Die mündliche Prüfung wird von der Schule durchgeführt.  Zur Vorbereitung auf die Prüfung werden jährlich Themen und Autoren genannt. Die Vorbereitung auf die Prüfung liegt in der Verantwortung der Prüflinge und der Erziehungsberechtigten. Die Schule berät die Schülerinnen und Schüler dabei. Ein Anspruch auf ein zusätzliches Unterrichtsangebot besteht nicht.
(Angaben des Schulministerium NRW 2009)