Kursfahrt nach Krakau

„Wer sich erinnert, hat Kraft für die Zukunft“
Krakau …eine normale, sehr  sehenswürdige Großstadt mit vielen jungen Menschen, eine Stadt, wie es heute viele gibt. Doch die Vergangenheit von Krakau war nicht so schön.  Denn wo heute viele Menschen unterschiedlicher Religionen leben, wurden früher sowohl junge als auch alte Menschen auf brutale Art und Weise umgebracht. 
Auf unserer Kursfahrt erfuhren viel über die Zeit während des 2. Weltkrieges, konnten aber auch die heutige schöne Stadt mit ihren alten und sehenswürdigen Gebäude genießen.                                                                                                                                                                                                       
„Wer aber vor der Vergangenheit die Augen verschließt, wird blind für  die Gegenwart“ (Richard von Weizsäcker)
So manches Gebäude erinnert an eine Zeit, in der Menschen, vor allem Juden, zunächst aus der Gesellschaft ausgegrenzt und dann vernichtet wurden. Einige Häuser, gerade im Stadtteil Kazimierz, aber auch im früheren Ghettostadtteil, sind alt und verfallen, es scheint dass diese Häuser in den nächsten Sekunden zusammenbrechen. Dann stellt man jedoch fest, dass in diesen Häusern  noch Menschen leben. Vor und im 2. Weltkrieg lebten dort hauptsächlich Juden, welche aus dem Zentrum der Stadt erst nach Kazimierz  und dann in das Ghetto gebracht wurden. Sie lebten in miserablen Umständen und jeder einzelne hatte maximal zwei  Quadratmeter für sich selbst. Auch wenn die Häuser vom Verfall stark gekennzeichnet waren, wurden sie damals und auch heute nicht renoviert. Der Ghettohelden-Platz erinnert  an die Selektion, dort stehen Stühle, die zum Arbeitslager  Plaszow  zeigen. Dies war das Versprechen an die Juden, dass sie sterben werden. 
Bei der Besichtigung des KZ Auschwitz Birkenau erfuhren wir viel über den Ablauf der letzten Tage der Opfer, über die Wohnbereiche und über die Nöte der Opfer. Man erzählte uns, dass sich die Menschen sogar überlegen musste ob sie am Morgen lieber etwas sehr kleines  zum Essen  haben oder ob sie lieber die Toilette benutzen wollten. Beides ging nämlich nicht, da man nur eine bestimmte Zeit hatte und viel zu wenig Räumlichkeiten zum Waschen und zum Essen.  Danach mussten die Gefangen ca. 10 bis 12 Stunden ohne eine richtige Pause arbeiten.                                                                           
Wir führten ein Gespräch mit dem deutschen Generalkonsul  Dr. Werner Köhler  über die NS- Zeit,  die deutsch- polnische Beziehung, aber vor allem über die Arbeit eines Politikers im Außendienst.
Wir schauten uns aber auch die schönen Seiten Krakaus an: so die frühere  Burg der Könige, den Wawel und machten eine kleine  „Gondelfahrt“ auf der Weichsel.Ffast jeden Abend trafen wir uns gemeinsam in Restaurants und hatten dabei viel Spaß. Der letzte Abend war einer der interessantesten, denn wir  trafen uns mit dem Autor Uwe von Seltmann und seiner Frau Gabriela. Beide hatten Vorfahren, welche in Auschwitz waren, sein Großvater war SS-Mann und ihr Großvater starb in Auschwitz. Bei einem jüdisch- galizischem Essen  erzählten sie uns über ihre Recherchen und über ihre Vorfahren. Es war ein sehr interessantes Gespräch, durch das wir viele neue Eindrücke und Informationen bekommen haben. Insgesamt hatten wir eine sowohl sehr schöne als auch sehr informative Kursfahrt in Krakau. (Eva Kruk, LK Pädagogik)

Impressionen der Kursfahrt

Studienfahrt nach Istanbul

 Die Leistungskurse Erdkunde und Pädagogik verbrachten während ihrer Studienfahrt vom 3.9.-7.9. spannende und interessante Tage in Istanbul. Der Erdkundekurs befasste sich mit der  wirtschaftlichen Situation der Stadt und der besonderen Raumlage zwischen Europa und Asien. Wie im Zeitraffer erlebte man die Entwicklung von Byzanz über Konstantinopel zum Istanbul von heute und ahnt die Weiterentwicklung zur Boomcity der Zukunft.
Der Pädagogikkurs vertiefte seine Kenntnisse zum Thema ‚interkulturelle Pädagogik’ u.a. bei einem Besuch im Istanbul Lisesi, einer traditionsreichen ‚Eliteschule’ für besonders begabte Schüler aus der ganzen Türkei. Die Geschichte der Schule, das prächtige Gebäude aus osmanischer Zeit, die wunderbare Lage über dem Goldenen Horn, das Arbeitpensum und die Arbeitsdisziplin der türkischen Schüler  sowie der sehr freundliche Empfang durch Herrn Dr. Schult, den Direktor der deutschen Abteilung, beeindruckten  alle sehr.
Die aktuelle Situation der Türkei diskutierten beide Kurse sehr engagiert mit Christiane Schlötzer, Auslandskorrespondentin der Süddeutschen Zeitung, an einem gemeinsamen Abend im Hotel. Frau Schlötzers Antworten und die  Berichte über ihre ‚Lieblingsstadt’ boten  einen intensiven und lebendigen Eindruck. Unseren Besuch am Bosporus werden wir bestimmt nicht so schnell vergessen.