Inhaltliche Schwerpunkte

 Der evangelische Religionsunterricht ist selbstverständlich auch an einer Schule in katholischer Trägerschaft (Augustiner Chorfrauen) orientiert an den inhaltlichen und methodischen Richtlinien und Lehrplänen des Faches Evangelische Religionslehre für staatliche Gymnasien in Nordrhein-Westfalen. Kurzum: Religion ist auch bei uns an der B.M.V. "ordentliches Schulfach".

Ein Schwerpunkt des Religionsunterrichtes ist die Entwicklung ethischer Maßstäbe, die vor allem erwachsen aus dem biblischen Menschenbild und dem Leben Jesu. Evangelischer  Religionsunterricht an der B.M.V. will dabei selbstverständlich auch in einen kritisch-konstruktiven Dialog mit anderen Wissenschaften treten und sich aktuellen gesellschaftlichen und politischen Veränderungen stellen.

Unzweifelhaft ist auch bei Schülerinnen und Schülern unserer Schule eine zunehmende, in einer säkularisierten Gesellschaft ja keineswegs verwunderliche, Distanz gegenüber Glaubensinhalten- und überlieferungen und erst recht kirchlicher Tradition erfahrbar. Gleichzeitig ist aber auch eine große Bereitschaft der Mädchen und Jungen spürbar, zu fragen und sich darüber auszutauschen, was sinnstiftend für ihr Leben sein kann. Angesichts einer wachsenden Wertevielfalt und der damit verbundenen Suche nach Orientierung, die im übrigen auch vor den Toren unserer Kirche nicht halt macht, sehen wir es als zentrale Aufgabe einer christlichen Schule, den Dialog so aufzunehmen, dass sich die Schülerinnen und Schüler mit ihren Bedürfnissen und Erfahrungen angenommen fühlen und bereit werden christlichen Deutungsmustern nachzuspüren.
Dies macht neben der Vermittlung von Fachkenntnissen und wissenschaftlich fundierten methodischen Fertigkeiten auch eine Öffnung hin zu einer stärker erfahrungs- und handlungsorientierten Vorgehensweise nötig. So sind exegetisches Arbeiten, meditative Elemente, spielerische Gestaltungen und "bibliodramatische" Zugänge Bestandteile des Unterrichts. Neben den kognitiven Fertigkeiten wollen wir so Empathie, Toleranz und Solidarität mit Hilfebedürftigen stärken und den Schülerinnen und Schülern ermöglichen, so Verantwortung für sich und andere zu übernehmen. Wir möchten Gott auch im Religionsunterricht lebendig werden lassen in der Mitte unseres Lebens, "nicht in den Schwächen, sondern in der Kraft, im Leben und im Guten des Menschen" (Dietrich Bonhoeffer) und einen Gott erfahrbar werden lassen, der von uns einen verantwortlichen Umgang mit Welt erwartet und uns gleichzeitig auch ein lebenswertes Leben zusagt.


 Evangelischer Religionsunterricht bedeutet lernen mit Verstand, Herz und Hand.

 

Hier können Sie die aktuellen schulinternen Lehrpläne für die Sekundarstufe I und die Oberstufe (EF, Q1) ansehen.