AUSTAUSCHPROJEKT:                       SANTIAGO DE CHILE
Wandbild

Santa Úrsula - die Schule, mit der wir seit 2010 einen Austausch in kleinem Rahmen pflegen, ist eine weiterführende, bis 2011 von Ursulinen geleitet Schule in Maipu, einem Vorort von Santiago de Chile.
Die von deutschen Ordensschwestern gegründete Mädchenschule hat insgesamt 300 Schülerinnen von der Primarstufe bis Klasse 12.
Die Schülerinnen zahlen ein monatliches Schulgeld von umgerechnet 150 €.
Die Schülerinnen dieser Schule lernen Deutsch als erste Fremdsprache von der 1. Klasse an.
Aufgrund der langjährigen Spracherfahrung ist in den höheren Klassen das Interesse an einem Aufenthalt in Deutschland teilzunehmen sehr groß. Die Schülerinnen der Abschlussklassen haben das Ziel ihr Sprachdiplom C1 am Goetheinstitut in Santiago zu machen.
Schülerinnen, die am Deutschland-Austausch in ihren Sommerferien (Dezember bis März) teilnehmen, erhalten ein Jahr vorher zwei Stunden wöchentlich zusätzlich Deutschunterricht und werden so intensiv auf das Projekt vorbereitet.
Einmal im Jahr reist  dann eine Gruppe von ca. 15 Schülerinnen in Eigenverantwortung  ohne Begleitung durch eine Lehrperson nach Deutschland:
Sie verbringen ca. 9 Wochen hier und sind auf vier verschiedene Schulen aufgeteilt:
an diesem Austausch sind ein evangelisches Gymnasium in Jena, ein Gymnasium in Königstein, die Liebfrauenschule in Bonn und seit letztem Jahr auch die B.M.V. Schule beteiligt.
Der Aufenthalt der Gäste gestaltet sich folgendermaßen:
Sie treffen nach Weihnachten in Frankfurt ein und verbringen zunächst den Rest der Weihnachtsferien zur Eingewöhnung in der Gastfamilie. Nach den Ferien besuchen sie bis Mitte Februar gemeinsam mit ihrer Gastschwester den Unterricht der jeweiligen Schule. Am Ende ihres Aufenthaltes haben sie zwei Wochen Reisezeit, d.h. sie dürfen mit einer Reiseerlaubnis ihrer Eltern in einer Woche zwei europäische Länder besuchen und sollen danach eine Woche auf eigene Faust durch Deutschland reisen. Diese Reisen werden im Deutschunterricht in Chile vorbereitet, so dass die deutschen Gastfamilien nur noch beratend bei der Umsetzung des Reiseprojektes Unterstützung leisten müssen.
Anfang März fliegt die Gruppe dann wieder zurück nach Chile und freut sich auf den Gegenbesuch der deutschen Schülerinnen im September/Oktober (ca. 6 Wochen)

 

Ein Porträt unserer Heimat

von Isadora Gahona Espinoza, Loreto Cabello Arenas, Francisca Diaz Ubilla (Feb. 2012)

Wir kommen aus Chile und die Stadt, in der wir wohnen heisst Maipú.
Die Bevölkerung der Republik Chile hat etwa 17.094.275 Einwohner.
Der Präsident heißt Sebastián Piñera.
Miguel Juan Sebastián Piñera Echenique ist ein chilenischer Politiker, Arbeitgeber und Anleger, aktueller Staatspräsident Chiles.
Er ist ein Wirtschaftsingenieur mit  einem Doktortitel im Wirtschaftswissenschaft und hat sein ganzes Leben der Politik gewidmet.
Er besitzt eine der größten  Industrien von unserem Land, mit einem geschätzten Kapital von zwei tausend vierhundert Millionen  Dollar. Zwischen 1990 und 1998 hat er als Abgeordneter für die Republik gearbeitet, , danach wurde er zweimal zum Präsidenten von Chile gewählt: zum ersten Mal im Jahre 2005 und weiterhin in 2009, als er die Präsidentschaftswahlen gewann und  seinen Gegner Eduardo Frei besiegte.
Piñera übernahm das Amt am 11. März 2010 als erster Präsident einer rechtsgerichteten Partei seit 1958, der  demokratisch gewählt war, Und der erste Mann von rechts nach  Augusto Pinochet im Jahre 1990.

Wahlsystem
In Chile ist die Wahl ganz verpflichtend für die Menschen, die  älter als 18 Jahre sind, oder für die Menschen, die im Wahlregister registriert  sind.
Wenn eine Person  registriert ist, und  nicht wählt,  wird sie bestraft. Sie würde  viel Geld  bezahlen oder  ins Gefängnis gehen, weil sie das Gesetz  missachtet hat.
Wenn man  nicht wählen kann, wegen verschiedener Probleme oder Gründe, muss sie zur Polizei gehen um eine Aussage zu machen. In die Aussage muss das Motiv gerechtfertigt  werden.
Am Wahltag  muss jede Person ihren Personalausweis haben. Die Stimme ist total  privat und anonym. Wenn man seine Wahl öffentlich zeigt, wird die Stimme als “nichtige Stimme” erklärt.
Das Auszählen  der Stimmen musst laut vorlesen werden.
Der Präsident, der gewählt ist,  muss mehr als 50% Prozent der Stimmen haben. Der Präsident übernimmt sein Amt im März für 4 Jahre.

Studentenkonflikte in Chile
Das Schulsystem im Chile hat subventionierte, städtische und private Einrichtungen  und  vier Bildungsebenen: das Vorschulwesen, Grundschule, Sekundarschule und höher Schule.
Die städische Schule ist die Schule, die das Bildungsministerium finanziert; die privaten Schulen sind Schulen, in denen die Bildung von den Familien der Schülerinnen und Schüler finanziert wird. Sie bezahlen Schulgeld.
Bei uns in Chile muss jede Familie die Universität bezahlen, nur in einzelnen Fällen gibt es staatliche Förderung.
Die Personen, die für einen Beruf studieren möchten, müssen eine Prüfung machen (das PSU) und die Prüfungsgebühren bezahlen. Der staatliche Förderungsstelle gibt nur Kredite, sie bezahlen nicht die Gebühren und in Chile sind diese sehr teuer. Manchmal können arme Personen diese Tarife nicht bezahlen, deshalb studieren sie nicht und arbeiten auch nicht.
Einige Personen brauchen den Kredit, um ihre Tarife zu bezahlen, aber am Ende müssen sie das Zweifache des Kredits zurück zahlen. Der Preis des Kredits ist  fast so hoch wie der Preis für ein Haus.
Hier in  Chile gibt eine große Sozialsorge in Bezug auf die Ausbildung der Jugendlichen.
Viele Jahre hindurch haben die verschiedenen Regierungen nichts getan, um eine gute Bildungsreform aufzubauen. Deshalb fordern Schüler und Schülerinnen eine gute Ausbildung.
Die Studenten bitten eine Kürzung der Kreditzinsen, denn ein Studium auf Kredit kostet doppelt so viel wie ein Studium ohne Kredit.

18.September (Fiestas Patrias):                                                                                                      
Das erinnert an die erste „Junta de Gobierno“. Das ist ein großes und wichtiges Fest in Chile.
Alle Menschen feiern mit Freunden und Familie. Sie machen verschiedene Aktivitäten.
Sie essen “Empanadas”, ein chilenisches Nationalgericht. Es enthält: Fleisch, Eier, Zwiebeln, Rosinen, und Oliven. Auch trinken die Menschen „Chicha“, der typische Schnaps Chiles. Es enthält Apfel oder Traube mit Schnaps versetzt. Außerdem isst man einen großen Braten.
Viele Menschen gehen auf „Fondas”, es ist ein Ort, wo die Menschen einen guten Braten essen, und sie sich mit ihren Familien treffen.
Am 18.September tanzen viele Menschen „Cueca”; das ist der chilenische Volkstanz. Ein Mann und eine Frau tanzen in der traditionellen Kleidung der Chilenen. Alle Personen hissen die Fahne an ihren Häusern.
Auch spielen Sie typische chilenische Spiele, wie zum Beispiel „palo ensebado“. Es ist ein Balken, an dem die Menschen hochklettern, es gibt Münzwurfspiele, Seiltänzer, usw.
Am 19.September ist eine Militärparade. Alle Streitkräfte defilieren vor dem Präsidenten. Es ist ein schöner Anblick.

Sehenswürdigkeiten von Chile
Der Norden
Wichtige Städte im äußersten Norden Chiles sind Arica und Iquique. Arica ist die nördlichste Stadt Chiles.
In der Stadt Arica liegen die großen Strände von Chile und die berühmte San Marcos Kathedrale. Hier ist auch der höchstgelegene Vulkansee der Welt „Lago Chungará“ zu finden. Diese gehören zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten von Chile.
Der Norden des Landes ist gekennzeichnet von der eindrucksvollen Landschaft der Atacama-Wüste. Diese Region zählt zu den trockensten der Welt. Die Atacama Wüste ist reich an Bodenschätzen, wie Kupfer und Salpeter. Den besten Ausgangspunkt für eine Erkundung der Wüstenlandschaft bietet die Oase „San Pedro de Atacama“.
Die bekanntesten Sehenswürdigkeiten von Chile finden sich auch in der Hafenstadt Antofagasta. Hier finden sich die Sehenswürdigkeiten Chuquicamata, die größte Kupfermine der Welt und der große Salzsee Salar de Atacama, der besonders durch die großen Geysire bekannt ist.
 Am südlichsten Ende der Atacama nicht weit von La Serena gelegen, befindet sich das Tal „Río Elqui“. Alle Vegetation, die man hier findet ist menschlicher Arbeit zu verdanken.
 In Chile gibt es verschiedene Landschaften, weil es ein sehr lang gestrecktes  Land ist. Chile hat von Wüste bis zu Wäldern alles zu bieten, es gibt viel Meer und Strand, ebenso gibt es Felder, Berge, Vulkane, usw.
Einige des wichtigen touristischen Sehenswürdigkeiten sind zum Beispiel:

Valle del Elqui.
Es liegt in Coquimbo (Nord von Chile). Dieses ist ein Becken, wo zwei Flüsse entspringen, Claro y Turbio. Sie kommen aus den Anden und fließen in den pazifischen Ozean. Dort gibt es wenig Vegetation. Auch gibt es verschiedene Observatorien, weil man in diesem Gebiet mehr Sterne sehen kann.

San Pedro de Atacama
Dieses ist die trockenste Wüste der Welt. Es gibt verschiedene touristische Sehenswürdigkeiten, zum Beispiel die San Pedro Kirche, das archäologische Museum, Valle de la Luna, die Thermen von Puritama, usw.

Zentralchile
In Zentralchile liegen einige der größten Städte Chiles wie Santiago, Valparaíso und Viña del Mar.

Santiago:
In Santiago sind der Regierungsitz „die Moneda“ und die Plaza de Armas.
Ebenso kann man hier viele Museen und historische Gebäude sehen.
Nicht weit von Santiago befinden sich auch die bekanntesten chilenischen Skigebiete.

Valparaíso:
Valparaíso ist eine Hafenstadt mit vielen Museen und Boulevards.
Eine Besonderheit von Valparaíso ist die Neujahrstradition: in der Nähe der Küste kann man viele Feuerwerke sehen.

Viña del Mar:
Die Nachbarstadt von Valparaíso ist Viña del Mar. Hier kann man zum Strand gehen.
Im Sommer findet hier auch Chiles größtes Musikfestival statt, es heißt „Festival de Viña del Mar“. Hier machen viele Sänger und Komiker eine Show.

Die Osterinsel
Die Osterinsel oder Rapa Nui liegt in der Mitte von dem Pazifische Ozean.
Die bekanntesten Sehenswürdigkeiten sind die Steinstatuen oder „Moais“.

Süden
Torres del Paine
Sie liegen zwischen Puerto Natales und Punta Arenas (Südende Chile)
Sie sind eine kleine, aber herausragende Gruppe von Bergen. Das Wetter hier ist sehr kalt, aber es gibt viel Vegetation.
Man kann diese Bergen erklettern.
Das Gebiet zwischen Temuco und Puerto Montt, das die Regionen Araukanien und Los Lagos (Seengebiet) umfasst, zeigt die Natur Chiles in ihrer ganzen Schönheit. Hier befinden sich zahlreiche Vulkane, große Seen und ausgedehnte Wälder, die als Naturschutzgebiete ausgewiesen sind.
Die Orte Pucón und Villarrica, zwischen dem See Villarrica und dem gleichnamigen Vulkan gelegen, sind auch bei Chilenen ein beliebtes Reiseziel.

Von Temuco nach Puerto Montt
Der kleine Süden in Chile ist eine besonders schöne Region. Schneebedeckte Vulkane, zahlreiche Seen und dichte Regenwälder machen diese Region zu einem Paradies für naturinteressierte Menschen. Rafting, Klettern, ausgedehnte Wanderungen, Kanutouren, heiße Thermalquellen...die Möglichkeiten sind fast unbegrenzt.
Der kleine Süden, auch bekannt als die Seenregion, erstreckt sich von Temuco über Osorno nach Puerto Varas und Puerto Montt.
Temuco ist Zentrum der Mapuchekultur und das weiter südliche Puerto Montt und Puero Varas sind Zentren der deutschen Kolonisation zu Anfang des 19. Jahrhunderts.

 

 

¡CHILE ES BACÁN!          

Unsere Reise ans andere Ende der Welt

Charlotte Owczarzak (Q2), Katharina Sell (Q2)

Nach 18 Stunden Flug war es endlich so weit: Wir kamen völlig übermüdet, aber trotzdem voller Erwartungen im längsten Land der Welt an und wurden herzlich von unseren Gastfamilien in Empfang genommen. Kurz darauf trennten sich unsere Wege und wir konnten in der nächsten Woche unsere neuen Familien besser kennenlernen. Charlotte landete in einer Großfamilie mit 4 Geschwistern – darunter ihre Gastschwester und deren Zwillingsschwester, sowie zwei älteren Geschwister, die die Schule bereits abgeschlossen hatten. Mit ihnen, und später auch dem Freund der Schwester und seiner Mutter, verbrachte sie die Kurzferien in einer kleinen Ferienwohnung in Algarrobo am Meer.
Katharina lebte ebenfalls in einer Großfamilie, bestehend aus ihren 2 Gastschwestern, deren Eltern, einem Onkel und der Großmutter. Außerdem waren fast jeden Tag (un)erwartete Gäste zu Besuch, die mit der typischen chilenischen Herzlichkeit aufgenommen wurden, sodass man nie alleine zuhause war. Mit einem Teil der Familie und einer Freundin ihrer Austauschschülerin verbrachte Katharina die folgende Woche in einem kleinen Dorf am Meer: „Navidad“.Im Laufe der Wochen lernte Katharina auch die berühmten Küstenstädte Vina del Mar und Valparaíso kennen. Besonders gut gefielen ihr hier die vielen bunten Häuser in Valparaíso. Außerdem war das Wetter so gut, dass man immerhin mit den Füßen ins Meer konnte.
Am ersten Schultag wurden wir sowohl von
unseren Mitschülerinnen, die wir größtenteils schon kannten, als auch von den Lehrern freundlich aufgenommen. Da wir im Unterricht wenig verstanden, halfen wir im Kindergarten und in der Spielgruppe und wurden liebevoll „las rubias“ (die Blonden) genannt. Ein weiteres Highlight war die „Semana Úrsulina“, eine Feier der Schule, wobei sich die Schülerinnen in vier „Alianzas“ aufteilten, welche in verschiedenen Kategorien wie beispielsweise Singen, Tanzen und Mayúmana gegeneinander antraten. Das diesjährige Thema waren die Kontinente Afrika, Amerika, Asien und Europa. Passenderweise zog die Klasse unserer Gastschwestern in ihrem letzten Jahr auf der Schule das Thema Europa. Wir halfen fleißig dabei, Plakate zu bemalen und die Schülerinnen zu motivieren. Auf der anschließenden Kostümfeier zum Abschluss dieser Woche
wurde der Gewinner bekannt gegeben: Equipo azul, die Alianza unserer Gastschwestern!

Wir erlebten auch weitere Feiern: Taufe, Geburtstag, chilenischer Nationalfeiertag. Insgesamt feiern die Chilenen sehr spontan, ausgelassen und zu jedem Anlass. Einige Tage verbrachten wir auch im Zentrum Santiagos, wo wir uns die schönsten Sehenswürdigkeiten ansahen. Am besten gefiel uns „Cerro Santa Lucia“, ein grüner Park zwischen den ganzen Hochhäusern und Shoppingmalls. Wir besichtigten auch andere Sehenswürdigkeiten rund um den Plaza de Armas.
Die 2 Monate vergingen wie im Flug und wir konnten uns nur schweren Herzens von unseren Familien, die uns in der Zeit sehr ans Herz gewachsen sind, und von Chile trennen. Doch für uns steht fest: Volvemos pronto!

Chile Charly 001IMG-20141028-WA0068