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Lutz van Dijk – Südafrika lässt grüßen

Besuch von Dr. Lutz van Dijk aus dem fernen Südafrika an der B.M.V. - wie fast in jedem Jahr seit 2001, als er für das Buch „Township Blues“ den Gustav-Heinemann-Friedenspreis für Kinder- und Jugendbücher bekam und eine Deutschlehrerin mit einigen Kindern aus der Schmöker AG die Verleihung in der Stadtbücherei besuchte.
Seitdem lädt die B.M.V., wenn Herr van Dijk nach Deutschland kommt und seine Lesereise macht, um für HOKISA (Homes For Kids In South Africa – eine Organisation, die sich um AIDS Waisen - infiziert oder gesund – kümmert) Geld zu sammeln, ihn ein – in der Hoffnung, ihn für zwei Lesungen gewinnen zu können.
In diesem Jahr kam er erst im November, anlässlich einer Einladung zu der Veranstaltung „Käpt`n Book“in Bonn, daher gab es zwei Lesungen mit den Klassen des 8. und 9. Jahrgangs in der Aula, jeweils ungefähr 150 Kinder – und es herrschte konzentrierte und gespannte Ruhe. Denn Lutz van Dijk ist ein begnadeter Erzähler, an jedem Wort ist erkennbar, wie sehr ihm die Kinder und das Land und seine Entwicklung am Herzen liegen. Mit Fotos und Filmen untermalt er seine Erzählungen aus dem Leben, die in seinen Büchern – ob als Jugendroman oder als Sachbuch – Niederschlag gefunden haben.
So stellte er uns Sabato vor, den „echten“ „Themba“ aus dem gleichnamigen Roman und Film, vergewaltigt und HIV infiziert, der 1000 km ohne Schuhe nach Kapstadt ins Township Masiphumelele gelaufen ist auf der Suche nach seiner Mutter und seinen kleinen Geschwistern; der in der Nacht an die Tür des HOKISA Hauses klopft, wo niemand abgewiesen wird, um nach den Geschwistern zu fragen, ob sie vielleicht hier eine Bleibe gefunden haben – wie viele AIDS Waisen-, der 7 Teller Spaghetti Bolonese (der Rest des Abendessens) isst und danach wie ein Bär auf der Couch des Wohnraumes schläft und schnarcht, bis ihn seine beiden Geschwister, die tatsächlich dort sind, am Morgen mit einem Freudentanz wecken.
Er erzählt von Thinasonke (Township Blues), deren echten Namen er nicht nennen darf, aber welche das Mädchen ist, das mit 14 Jahren vergewaltigt und HIV infiziert wurde, weil ein Gerücht besagte, dass der Beischlaf mit einer Jungfrau von der eigenen Infektion befreie; die als Sozialarbeiterin zusammen mit Thabang – dem im Buch genannten Freund – lebt und gern ein Kind haben möchte – was wegen der Medikamente möglich ist; der das Schreiben gegen die bösen Geister der Erinnerung geholfen hat.
Aber auch von der kleinen Anita mit dem pinkfarbenen Shirt, die in keinem Buch auftaucht, die wie ein Sonnenschein lacht, aber auf die alle Rücksicht nehmen, weil sie nach Infektionen nur noch einen Lungenflügel hat....
Der Besuch war ungeheuer beeindruckend – und die Schülerinnen und Schüler warten nun gespannt auf die versprochenen Fotos, die im Januar kommen werden: Bilder vom HOKISA Spielplatz mit Kunstrasen als Untergrund, zu dessen Renovierung und Verschönerung sie mit einer großzügigen Spende beigetragen haben.

Tag des Vorlesens am 18.11.2016

Wie in jedem Jahr lud die Fachschaft Deutsch im Rahmen der Leseförderung am bundesweiten Tag des Vorlesens 2016 wieder alle Schülerinnen und Schüler ein, während der großen Pause eine kurze Vorlesung eines altersgerechten Jugendbuches zu besuchen.

Aus folgenden Büchern wurde vorgelesen:

JahrgangTitelGenre
6Werner J. Egli:
Die Rückkehr des Kirby Halbmond
Abenteuer
6James Riley:
Weltenspringer
Fantasy
7Raquel J. Palacio:
Wunder – Sieh mich an
Menschlichkeit/Hoffnung
7Eric Shusterman:
Teslas unvorstellbar geniales und verblüffend katastrophales Vermächtnis
Abenteuer
8/9Susan Beth Pfeffer:
Die Welt, wie wir sie kannten
Science Fiction
EF / Q1 / Q2
Joachim Meyerhoff:
Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke
Roman
5Katherine Applegate:
Crenshaw – Einmal schwarzer Kater
Roman mit Fantasyelementen
5verschiedene Titel
Märchen
5Walter Moers:
Die 13 ½ Leben des Käpt’n Blaubär
Abenteuer/Humor


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Mandela und Nelson - Autorenlesung mit Hermann Schulz



Mandela und Nelson - so heißen zwei Bücher (Band 1 und 2) von Hermann Schulz, der den 6. Jahrgang am 19.1.2015 besuchte, die erzählte Geschichte spielt in Südafrika, die Kinder tragen, wie in Afrika üblich, Namen von Menschen und Dingen, die den Eltern gut gefallen – Herr Schulz hat jemanden kennengelernt, der „Baden-Württemberg“ heißt, weil der Mutter dieses Wort in einer Zeitschrift gut gefiel. Das Thema des Buches ist das Fußballspielen, scheinbar passend vor allem für die Jungen, die zum ersten Mal bei einer Lesung dabei waren. Doch Mandela ist ein Mädchen, die Zwillingsschwester von Nelson, und die gegnerische Mannschaft kommt aus Deutschland! Hermann Schulz ist in Afrika geboren, besucht diesen Kontinent regelmäßig, hat dort viele Freunde - und weiß vor allem viel Spannendes zu erzählen.
Eine schöne und interessante Veranstaltung, die hoffentlich viele Zuhörer zum Lesen motiviert hat – unterstützt wurden wir finanziell vom Kultursekretariat NRW.
Ein herzliches Dankeschön an Herrn Schulz und den Sponsor!

Wissen ist Macht

Deshalb ist Lesen gefährlich!



Diese Einstellung lernten die Schülerinnen der 9e kennen, als sie sich für das „alte“ Medium „Buch“ interessierten. In Gruppen beschäftigten sie sich mit einzelnen Aspekten wie dem Analphabetismus in Deutschland, dem Verbot des Lesens für Schwarze in den U.S.A., den Listen der verbotenen Bücher, den Bücherverbrennungen im Lauf der Geschichte – aber auch mit dem unterschiedlichen Leseverhalten von Jungen und Mädchen oder Büchern, die man ihrer Meinung nach gelesen haben muss: Must have read.

Die gefertigten Plakate sind vom 30. April bis zum 31. Mai in der Stadtbibliothek ausgestellt, zusammen mit genannten und empfohlenen Büchern. Im Rahmen der Kooperation mit der Stadtbibliothek ergab sich für die Klasse die Möglichkeit, mit ihren Ergebnissen aus der Schule heraus in die Öffentlichkeit zu gehen – das motiviert zum Arbeiten und zum Lesen.

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Autorenlesung mit Jutta Richter

2014-01-28 Jutta Richter

Am 28. Januar 2014 war die Jugendbuchautorin Jutta Richter wieder zu Gast in unserer Schule. Vor dem versammelten 6. Jahrgang las sie aus ihrem Buch "Als ich lernte, die Spinnen zu zähmen" vor. Durch ihre spannende Art vorzulesen gelang es ihr, die Schülerinnen zu fesseln und ihr Interesse und ihre Aufmerksamkeit zu wecken.
Wir machten wieder die Erfahrung, dass das Kennenlernen und die "Berührung" mit dem Autor eine wichtige Motivation zum Lesen darstellt. Im Anschluss an die Vorlese- und Erzählrunde hatten die Schülerinnen die Gelegenheit, signierte Bücher der Autorin zu kaufen.
Wir bedanken uns herzlich bei Jutta Richter und hoffen, sie bald wieder in unserer Schule begrüßen zu dürfen.

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Gib AIDS keine Chance

Wieder war Lutz van Dijk in unserer Schule, am 2. Tag des neuen Schuljahres hat er vor dem (frischen) 9. Jahrgang seine Bücher und vor allem seine Arbeit für HOKISA vorgestellt.
Da er seine Lesereisen durch Deutschland und die Niederlande macht, um Geld für sein Projekt zu bekommen, hat die Lesung bei uns trotz des ungünstigen Termins stattgefunden. Die von ihm gegründete Stiftung HOKISA ist Trägerin von zwei Häusern in Townships in Kapstadt, Südafrika, die AIDS - Waisen, infiziert oder gesund, aufnehmen und versorgen, bis diese erwachsen sind.
Lutz van Dijk stellte einige Schicksale vor, lesen kann man darüber in dem neuesten Buch, dessen Herausgeber er nur ist, geschrieben haben Kinder aus den Häusern: „African Kids“.
Die Mädchen waren offensichtlich sehr beeindruckt von den Lebensläufen, doch auch davon, dass mit wenig Geld viel Hilfe und Freude erfolgen kann:
10€ kostet das Schreibmaterial für 1 Kind für 1 Jahr,
mit 40 € spendiert man eine Geburtstagsfeier - Essen und Spiele - für 1 Kind mit vielen Gästen.
Da die Lesung bezuschusst war, kann von dem eingesammelten Geld der kleine Überschuss ( 65€) an HOKISA gehen - vielleicht für eine schöne Fete!

Lutz van Dijk, der ein sehr guter Erzähler und ein überaus freundlicher Mensch ist, wird hoffentlich auf seiner nächsten Lesereise im Mai/ Juni 2014 auch wieder unsere Schule besuchen - trotz der technischen Panne, die leider nicht zu beheben war.

Dankesworte von Lutz van Dijk

2013-10-08 HOKISA_TataTutu82_01

Liebe Frau Schuermann-Preussler! 

Zuerst noch einmal 1000 Dank fuer den schoenen Vormittag an Ihrer Schule (auch wenn die Technik uns im Stich liess - das lag wirklich nicht an Ihnen !).

Von unserem Bonner HOKISA Foerderverein ereichte mich gestern die so freundliche Nachricht, dass Ihre Schuelerinnen gemeinsam mit Ihnen noch eine Spende ueberweisen haben, die fuer Schreibmaterial und einen Spielenachmittag verwendet werden soll. Das werden wir gern so machen! Bitte gruessen Sie Ihre Schuelerinnen und richten Sie ihnen unseren herzlichen Dank aus! Ich sende Ihnen noch ein aktuelles Foto von uns allen - aufgenommen als kleines Geschenk fuer unseren Schirmherrn Erzbischof Desmond Tutu, der gestern [7. Oktober 2013] seinen 82. Geburtstag feierte.

Nochmal Dank und herzliche Gruesse aus Kapstadt - und mit Vorfreude auf ein Wiedersehen evtl. wieder im September 2014 ? (Dann helfe ich auch beim Verkauf der restlichen Buecher : -) !
Ihr Lutz van Dijk