Theater-AG präsentiert: Jung, brünett, hässlich sucht...

Theater-AG präsentiert: Die Rachegöttinnen

    

Unser jetziges Projekt „Die Rachegöttinen“  basiert auf verschiedenen Texten von Irmgard Keun, Claus Martin und anderen Autoren.
Es geht um drei waschechte Rachegöttinnen, die in Not sind, weil Zeus endlich mal wieder Erfolge sehen will 
Sie suchen sich jemanden, der Rache nötig hat, sich aber nicht so recht traut. Virginia kommt da gerade recht: Ihr Mann hat sie für eine jüngere Frau sitzen lassen und bei der Scheidung richtig abkassiert. Mithilfe der drei Göttinnen entfacht Virginia ein Rache-Feuerwerk, bei dem nicht nur ihrem Ex-Mann ordentlich heiß wird. Angefeuert von den Göttinnen beginnt ein turbulentes Spiel von Intrigen und Verkleidungen.
Das können Sie sehen, wenn Sie zu unseren Vorstellungen am 13.März 2016 um 18.00 Uhr, am 15.März 2016 um 19.30 Uhr und am 16.März.2016 ebenfalls um 19.30 Uhr kommen.
Wir freuen uns darauf, Sie bei uns begrüßen zu dürfen.

Klicken Sie hier für weitere Informationen.

Theater-AG präsentiert: Draußen wartet der Tod

vorder1
vorder
„Draußen wartet der Tod“. Für die Fotosession sollten wir alle schwarz tragen. Die Hauptrolle hat Augenlicht und jegliche Kontrolle über seine Beine verloren. Seine Eltern vegetieren in Mülltonnen vor sich hin und das letzte was sie am Leben hält ist trockener Zwieback und uralte Witze. Einzig sein Diener bringt Bewegung in die Szene, indem er rastlos umher hetzt. Alle Dialoge jeden Sinns entleert.
 
Das klingt ja mega langweilig, werden die meisten jetzt denken. Andere vielleicht auch eher: Ihgitt, ist das ekelhaft. Könnte es auch sein, müsste man nicht über die, ins irrwitzige getriebene, Hilflosigkeit des Hauptcharakters schmunzeln, würde man kein Mitleid für die senilen Krüppel, die sich dessen Erzeuger schimpfen, empfinden oder könnte sich gar mit dem Diener identifizieren, spräche der Wanderer einem nicht aus der Seele.
 
Das Stück punktet durch seine Atmosphäre, die es kreiert. Nach einer gewaltigen Umweltkatastrophe ist alles Leben auf der Erde ausgelöscht. Nur eine sehr übersichtliche Gesellschaft trotzt den Gesetzen der Natur. Sie weigert sich schlicht und ergreifend zu sterben. Zu allem Überfluss sucht nun auch noch ein verirrter Obdachloser mit seinem treuen Gefährten in diesem Haushalt Unterschlupf und lässt sich sein freches Mundwerk einfach nicht verbieten.
 
So kreisen die Charaktere um sich selbst und das Stück wird in einer Endlosschleife bis zur Groteske aufgezogen. Als wir uns für die Vorlage des „Endspiels“ von Samuel Beckett entschieden haben, hat uns die Doppelbödigkeit der Aussagen sehr angesprochen. Deshalb möchten wir Euch mit unserer Interpretation nicht nur für den Moment unterhalten, sondern Euch anregen das Gesagte zu reflektieren und Euch für Fragen der gescheiterten Kommunikation sensibilisieren.
 
Also zögert nicht lange, sichert Euch einen Platz in dem einzig sicheren Ort, den es nach dieser Katastrophe noch gibt: die Aula der B.M.V.-Schule, Bardelebenstr. 9, 45147 Essen.
 
 
 
Denn seid Euch gewiss: „DRAUßEN WARTET DER TOD!“
 
 Plakat002 

Theater-AG präsentiert: "Eine unmögliche Liebe"


 

WAZ vom 4. April 2014

Essen-Holsterhausen.

Die Elftklässlerinnen der BMV-Schule präsentieren das Stück „Eine unmögliche Liebe“. Das Musical dreht sich um klassische Helden und um ein modernes Paar. Am Sonntag feiert das Stück in der Aula an der Bardelebenstraße Premiere.


„Nein Judith, das hast Du doch schon besser gemacht. Deinen Text darfst Du nicht im Abgehen sprechen, sonst kommt der nicht an“, korrigiert Deutschlehrer Klaus H. Jägersküpper und lässt die beiden jungen Damen auf der Bühne noch einmal die letzten Passagen wiederholen. Ein paar Proben kommen noch bis zur Premiere des diesjährigen Stücks der Theater-AG der BMV-Schule am kommenden Sonntag. Und bis dahin werden auch die Zeilen aus dem Schlager „Ich will nen Cowboy als Mann“ bei den Elftklässlerinnen Judith und Saadet passgenau sitzen. Diesmal steht nämlich Liebe auf dem Spielplan.

Und zwar genauer gesagt „Eine unmögliche Liebe“, frei nach Friedrich Schillers Kabale (Intrigen) und Liebe. „Wir haben schnell festgestellt, dass das Original für uns einen viel zu musealen Charakter hat und bei den Zuschauern sicher nicht mehr so funktioniert“, berichtet Klaus Jägersküpper, der seit 1983 in jedem Jahr zwischen einem und drei Stücke mit seinen Schülerinnen auf die Bretter legt. Und ihnen dabei einen größtmöglichen kreativen Freiraum lässt. „Wir haben ein paar Schlüsselszenen aus dem Schillerstück genommen und die mit einer zweiten Handlung ergänzt, die in der Gegenwart spielt“, erläutert Jule Zirger (16).

Wie viele ihrer Schauspiel-Kolleginnen wird sie nicht nur auf der Bühne sprechen, spielen und singen, sondern hat auch noch am Text mitgefeilt. So kommt zu den klassischen Helden Luise und Ferdinand – ohne Happy End – auch noch die moderne Liebe von Luisa und Fred – mit Happy End – zuzüglich Gesangseinlagen mit Stücken von Aretha Franklin oder Carly Simon, zuzüglich einiger rezitatorischer Szenen: „Da sind unheimlich viele eigene Ideen von uns mit dabei“, berichtet Louisa Nosch (16). Sie hat auch noch zusätzlich am Design des Programmheftes mitgearbeitet.

Dass Lehrer Klaus Jägersküpper mit dem Thema der unmöglichen Liebe bei seinen Schülerinnen offene Türen einrennen würde, war auch ihm vorher klar. „Da kommt natürlich eine Menge an Alltagserfahrung heraus“, sagt er und muss schmunzeln – als Lehrer hat er sich geflissentlich aus diesem kreativen Prozess herausgehalten. Fettnäpfchengefahr!

Das konnte er allerdings auch, schließlich stand seine aktuelle Theater-AG nicht zum ersten Mal auf der Bühne. Im vergangenen Jahr hatte er mit denselben Mädchen bereits „Die Praktikantinnen“ inszeniert. Und so hält sich die Aufregung vor der Premiere des Stücks bei den Gymnasiastinnen auch in Grenzen. Jule Zirger: „Das ist diesmal nicht so dramatisch.“ Und ein paar Proben hat man ja noch.

Das Stück „Eine unmögliche Liebe“, frei nach Friedrich Schiller, kann man am Sonntag, 6. April, 18 Uhr, sowie am Dienstag, 8. April, 19.30 Uhr, und am Mittwoch, 9. April, 19.30 Uhr, in der Aula der BMV-Schule, Bardelebenstraße 9, besuchen.

Karten gibt es an der Abendkasse oder an der Pforte der Schule zum Preis von 3,50/2 Euro. Infos unter 8 70 22 54.

Ein Text von Markus Grenz

(Hier können Sie den Artikel online nachlesen.)