Auf den Spuren des Strukturwandels

Am 21.01.2026 nahmen die Geographie-Grundkurse von Frau Feja und Frau Höllwart an einer Exkursion durch Oberhausen teil. Fachlich begleitet wurde die Gruppe von Tourguides des Regionalverbands Ruhr, die die Entwicklungen der Stadt im Rahmen des Strukturwandels anschaulich erläuterten.

Der Rundgang begann am Hauptbahnhof Oberhausen, der für die Stadtwerdung und die Industrialisierung von zentraler Bedeutung war. Die Innenstadt zeichnet sich durch einen schachbrettartigen Grundriss sowie zahlreiche begrünte Plätze und Alleen aus. Dieses sogenannte „Parkstadt“-Konzept aus dem ersten Drittel des 20. Jahrhunderts wird heute erneut aufgegriffen, unter anderem durch die Neugestaltung des Saporisha-Platzes. Auch das neue Jobcenter am Altmarkt gilt als zukunftsweisend: In Kooperation mit dem Fraunhofer-Institut verfügt es über ein gebäudeintegriertes Dachgewächshaus.

Ein weiterer Halt der Exkursion war die Siedlung Eisenheim in Oberhausen. Sie wurde bereits Mitte des 19. Jahrhunderts in der Nähe der Gutehoffnungshütte gegründet und gilt als die erste Arbeitersiedlung des Ruhrgebiets. Die Siedlung vermittelt einen Einblick in die historischen Wohnformen der Arbeiter.

Zu Fuß führte die Exkursion anschließend zum ehemaligen Zechen- und Kokereigelände Osterfeld, das im Jahr 1999 Schauplatz einer Landesgartenschau war. Entlang einer ehemaligen Werksbahntrasse, die heute vom öffentlichen Personennahverkehr genutzt wird, erreichte die Gruppe schließlich das Einkaufszentrum Centro. Dieses steht exemplarisch für die Nachnutzung ehemaliger Montanflächen und den Stadtumbau in der Emscherzone.